Okras Werkstatt

Fretwork Körbchen aus Sperrholz

Angefangen habe ich die Arbeit an diesem Körbchen schon im letzten Jahr auf meiner alten Dekupiersäge. Ich sage alt, aber das nur deshalb, weil wir jetzt eine Excalibur hatten. Wirklich alt ist die Proxxon DS460 auch nicht, im Handling aber ein klein bisschen komplizierter als die Excalibur.

Um Dekupiersägen zu testen, eignet sich Fretwork hervorragend. Im letzten Jahr hatte ich das Problem, dass mir auf der Proxxon DS460 ständig die Sägeblätter gerissen sind. Aus diesem Grund hatte  ich das angefangene Körbchen irgendwann entnervt in die Ecke geworfen, und erst Anfang diesen Jahres hatte mich der Ehrgeiz gepackt, dieses Projekt zu Ende zu bringen. Auf der DS460.

Auch dieses Design habe ich auf dem Scrollsaw Workshop von Steve Good gefunden.

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Es zeigt die breite und die Stirnseite des Körbchens, ergänzt wird es dann noch durch eine kleine Bodenplatte. Zuerst habe ich mir ein passendes Brettchen Sperrholz, 6mm stark, auf der Bandsäge zurechtgesägt.

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Da jede Seite zweimal gesägt werden muss, habe ich zwei Brettchen mit doppelseitigem Klebeband zusammengeklebt so dass ich beide Seiten mit einmal sägen konnte.

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Auf diesem doppelten Brettchen werden nun die ausgedruckten Designs befestigt. Und immer schön TesaKrepp drunterkleben, weil das Papier durch den Sprühkleber so stark klebt, dass man es kaum wieder abbekommt (es sei denn, man hat einen Heißluftfön).

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Auch hier muss nun für jeden Ausschnitt innen ein Startloch für das Sägeblatt bohren.

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Und dann gings an das Sägen. So weit bin ich gekommen und hatte in der Zeit 4 Sägeblätter unterschiedlicher Firmen zerschlissen – das ist nicht normal. Ich hatte keine Lust mehr und legte das Projekt erst mal ein paar Monate auf Eis.

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Das Körbchen wollte ich aber eigentlich schon haben und überlegte, warum mir ständig die Blätter rissen. An verschiedenen Einstellungen probierte ich hin und her und stellte am Ende fest, dass ich das Blatt immer zu stark gespannt hatte. Als ich das im Griff hatte, konnte ich das Körbchen am Ende doch recht schnell fertigstellen. Die Außenkanten sägte ich auf der Bandsäge, setzte die Teile mit Leim zusammen und dann leimte ich noch einen Boden an.

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Den Boden schnitt ich auf der Bandsäge dann passend auf die Größe des Körbchens und schliff noch die unschönen Ecken und Kanten vom Sägen heraus.

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Da die Außenkanten relativ unsauber geschnitten waren, besonders die Ausschnitte zum zusammenfügen, ist das eins meiner weniger schönen Objekte. Trotzdem gefällt es uns sehr gut und darf nun auf unserem Tisch stehen, wo es häufig benötigte Medikamente bereithält.

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