Okras Werkstatt

Miniatur Hollywoodschaukel

In der amerikanischen Woodworking Community ist Steve Ramsey eine feste Größe. Seine Youtube-Videos begeistern mich immer wieder. Das nun folgende Projekt, das ich als Geburtstagsgeschenk für meine Mama gebastelt habe, hat er so ähnlich in einem seiner tollen Videos vorgestellt. Es handelt sich um eine kleine Hollywoodschaukel, die mit zwei Tontöpfen bestückt wird. In diese Töpfe kann man Trockengestecke oder echte Pflanzen hineinsetzen – ich habe ein Süßigkeitendepot daraus gemacht.

Das Projekt besteht fast komplett aus Sperrholz, das anschließend aber noch hübsch bemalt wird. Besonders süß ist der kleine Marienkäfer, der auf der Schaukel sitzt.

Anfangen tue ich mit der Sitzfläche. Dafür säge ich mir schmale Streifen von dünnem Sperrholz zurecht. Sie bilden die Rückenlehne der Sitzfläche. Da ich das riesige Stück Sperrholz nicht auf die Bandsäge bekomme, behelfe ich mir erst mal mit der Stichsäge, die im Modulträger eingebaut ist.

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Aus dem ausgesägten Stück säge ich nun die Streifen auf der Bandsäge.

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Diese bringe ich auf der Kappsäge auf eine Länge von ca. 8 cm. Mit einem kleinen Holzklotz bastele ich mir einen Anschlag, so werden alle Stücke gleich lang.

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Ich schräge die Stücke an einer Seite noch an und stelle die Kappsäge dafür auf einen Schneidewinkel von 45°

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Hier sitzt der Anschlag nun auf der anderen Seite. Wenn man nun das Werkstück schneidet und dann umdreht und die andere Seite ebenfalls noch sägt, kann man eine mittig sitzende Spitze schneiden. Man muss nur immer schön das Stück am Anschlag anlegen. Und natürlich mit den Fingern aufpassen beim Sägen.

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Die kleinen Stücke mit den Spitzen sind nun fertig und sollen nun wie bei einem Gartenzaun auf zwei lange Leisten aufgeklebt werden. Mit Schleifpapier entferne ich nur noch schnell die Grate.

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Ich bastele mir wieder mal einen kleinen Anschlag, um die kleinen Hölzer in der gleichen Höhe aufzukleben. Dass es am Ende doch etwas schief wird – Schicksal. Da die Hölzer keine großen Belastungen aushalten müssen, muss man beim Kleben kein großartiges Gewicht auf die Werkstücke aufbringen. Kurz andrücken, dann hält das schon.

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Die Sitzfläche der Schaukel schneide ich aus etwas stärkerem Sperrholz zurecht. Dass die Farbe anders ist als beim Kiefernholz ist egal, weil ich die Schaukel am Ende mit weißer Farbe bemale. Mit einem Zirkel habe ich hier schon mal die Kreise markiert, die ich für die Tontöpfe ausschneiden werde.

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Rechts und links auf der Sitzfläche möchte ich die Armstützen befestigen. Dafür verwende ich Rundhölzer, 10mm stark und bohre die entsprechenden Löcher in die Sitzfläche.

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Unter die Sitzfläche an der Seite klebe ich Vierkanthölzer aus Buche, die dann die Rundhölzer für die Armlehnen mit aufnehmen sollen.

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Die Rundhölzer, 6 Stück in diesem Fall, schneide ich auf die passende Länge. Auch für die Armauflage nehme ich ein kleines Vierkantholz, in das ebenfalls jeweils 3 Löcher gebohrt werden, ungefähr bis zur Hälfte des Holzes bohre ich die Löcher. Mit Holzleim verbinde ich nun die Armlehnen mit den Rundhölzern, die ich mit der anderen Seite unten in die Sitzfläche ebenfalls eingeklebt habe.

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Die Löcher für die Tontöpfe kann ich mit einer großen Lochsäge in das Holz sägen, das ist natürlich viel einfacher als es mit der Stichsäge wäre. Die Löcher werden mit der Lochsäge viel gleichmäßiger.

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Jetzt leime ich die Rückenlehne hinten an die Sitzfläche und die Stirnseite der Armlehnen. Mit etwas Gewicht beschwert hält die Rückenlehne dann auch sehr gut.

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Kommen wir zum Gestell für die Schaukel. Dafür brauche ich erst mal 4 gleich lange Leisten. Hier sieht man auch schon, wie die Leisten sich dann zusammenfügen. Markus fräst mir einen breiten Streifen in jede Leiste, so dass ich dann immer zwei zusammensetzen kann. Der Streifen ist halb so tief wie die Leiste stark ist, so dass es eine Ebene ergibt.

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Während Markus fräst, streiche ich die Bank weiß an. Mit etwas Schleifpapier schleife ich die Farbe stellenweise etwas an, um der Bank ein etwas rustikales Aussehen zu verleihen.

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Die fertigen Leisten verleime ich mit Holzleim.

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Die Bank wird nun noch mit gemalten Ästen, Blättern und roten Früchten verziert.

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Der kleine Marienkäfer fehlt auch noch. Den bastele ich aus einer kleinen Holzperle.

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Ich schleife sie auf Schleifpapier unten gerade. In das Loch stecke ich ein dünnes Holzstäbchen. Dann bemale ich es in rot und schwarz und setze kleine weiße Pünktchen für die Augen.

Die geleimten Leisten für das Gestell müssen nun unten noch so zurechtgesägt werden, dass sie aufrecht stehen. Ich klebe sie temporär zusammen, male mit dem Lineal eine Linie auf beide Füße und schneide an dieser Linie entlang.

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Ich lasse die beiden Seitenstützen erst mal noch zusammen und bohre oben mit einem 10er Bohrer ein Loch durch beide Stützen. Hier kommt ein weiterer Rundstab rein, der das Gestell zusammenhält und an dem dann die Schaukel aufgehängt wird.

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Das Gestell steht und ich beschließe, es in rot anzumalen.

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Die Schaukel ist inzwischen getrocknet, den Marienkäfer hab ich aufgeklebt und die Tontöpfe sind befüllt. Nun schraube ich noch 4 Haken in die Schaukel, damit ich sie mit einer Kette am Gestell aufhängen kann. Die Aufkleber auf den Töpfen knibbele ich natürlich auch noch ab.

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Fertig ist das Geburtstagsgeschenk.

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3 Kommentare

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